Weshalb uns die Baubiologie wichtig ist

Der Mensch verbringt mehr als die Hälfte seiner Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Und gerade das eigene Zuhause ist schließlich der Ort, an dem der Mensch die nötige Erholung erfahren soll. Das ist nur möglich, wenn bereits bei der Bauplanung darauf geachtet wird, schädliche Einflüsse weitgehend zu minimieren. Die Baubiologie dient dazu, für eine gesunde, menschenwürdige, soziale und naturgemässe Wohnumwelt zu sorgen.

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  • 1. Baustoffe natürlich und unverfälscht

    Unter natürlichen Baustoffen versteht man mineralische oder nachwachsende Rohstoffe, die nahezu ohne Verwendung von künstlichen Zusätzen als Baumaterialien genutzt werden. Die wichtigsten natürlichen Rohstoffe sind Holz, Lehm, Kalk, Stein, Naturgips und Pflanzenfasern.

    Diese Baustoffe sind besonders hinsichtlich der CO2-Bilanz vorteilhaft, vorausgesetzt sie werden nicht über lange Transportwege herangeschafft. Ansonsten macht die aufgewendete Transportenergie den ökologischen Vorteil des geringen Energiebedarfs bei der Herstellung zunichte. Anzustreben ist eine ortsnahe Gewinnung und Nutzung der regionalen Ressourcen. Eine unnötige Behandlung der Naturmaterialien führt den ökologischen Nutzen ebenfalls ad absurdum. Darum sollte etwa Holz so in Bauteilen eingesetzt werden, dass eine chemische Imprägnierung überflüssig wird.

    UNICATO legt grössten Wert darauf, dass die Baustoffe schadstoffarm sind. Zudem ist es wichtig, dass die Umwelt bei der Herstellung nicht belastet wird, die Emissionen bei der Produktion so gering wie möglich gehalten werden und auch später bei der Ablagerung keine Schadstoffe in die Natur gelangen können.

  • 2. Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen

    Mit Giftstoffen versetzte Baustoffe stellen eine langfristige Gefahr für die Gesundheit und Lebensqualität dar. Teilweise dünsten diese Stoffe über Jahre hinweg aus und können erhebliche Schäden verursachen. Ein erstes Indiz für derartigge Substanzen sind dauerhafte, merwürdig chemische Gerüche. Häufige Schadstoffquellen sind Farben, Lacke, Bodenbeläge und Möbel. Bei deren Verarbeitung werden oft Lösemittel, Weichmacher oder Formaldehyd verwendet. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf derartige Wohngifte; typische Folgen sind: Reizungen der Schleimhäute, Kopfschmerzen, Schwindel, ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

    Diffusionsfähige und offenporige Baustoffe wie Holz wirken nicht nur ausgleichen auf die Raumluftfeuchte, sie können auch in gewissen Mass Gerüche und Giftstoffe absorbieren. Das ist für ein gesundes Raumklima von grosser Bedeutung. So ist es nicht verwunderlich, dass die Atmosphäre in Häusern aus solchen Baustoffen oft als deutlich angenehmer empfunden wird als in den meisten konventionellen Häusern.

  • 3. Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität

    Baustoffe enthalten in der Regel eine gewisse Menge an natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen. Hier sind vor allem die Isotope Kalium-4O (K-4O)‚ Radium-226 (Ra-226) und Thorium-232 (Th-232) von Bedeutung.

    Die Tatsache, dass sich der Mensch ca. 20 Stunden am Tag in geschlossenen Räumen aufhält‚ macht die Bedeutung von Radioaktivität in Baustoffen deutlich. Rund 90 Prozent der Strahlenbelastung durch Baustoffe ist dabei dem Edelgas Radon und seinen radioaktiven Zerfallsprodukten zuzurechnen. Es bildet sich aus radiumhaltigen Baustoffen und gelangt über die Atemluft in den Körper. Dort wirktes direkt auf das Lungengewebe ein. Die Ausgasung von Radon macht über die Hälfte der natürlichen Strahlenbelastung aus. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu betrachten sind hier der Radiumgehalt des Baumaterials, die Wandstärke, Durchlässigkeit, Herstellung, Verputz, Glasur und der Anstrich.

    Vor diesem Hintergrund bedürfen vor allem die Granite einer genauen Untersuchung. Dieses magmatische Gestein besitzt unter den Naturstoffen die höchste Eigenradioaktivität und kann zu bedenklich hoher Strahlungsbelastung führen. Im Gegensatz dazu sind die Baustoffe Marmor und Holz besonders aktivitätsarm.

  • 4. Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen

    Lärm macht krank. Die Risiken einer dauerhaften Lärmbelastung sind vielfältig. Sie führt zu einem stark erhöten Herzinfarktsrisiko, höherem Blutdruck und zur erhöhten Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol.

    Der Schallschutz eines Gebäudes soll zwei Aufgaben erfüllen: Zum einen die Möglichkeit, das Hausinnere gegen im Freien erzeugte Geräusche abzuschirmen. Zum anderen sollen die im Raum enstehenden Geräusche nur in geringer Lautstärke in andere Räume eindringen. Die Baubiologie orientiert sich beim Schallschutz dabei am Gehört des Menschen, speziell den wahrnehmbaren Frequenzen. Im Prinzip ist der menschliche Hörsinn fahig, Frequenzen von ca. 1,5 Hz bis 40.000 Hz zu empinden. Tatsächlich hören, im Sinne einer Differenzierung der Töne, können wir nur im Frequenzbereich von 16 Hz bis ca 16.000 Hz.

    Für eine gute Schalldämmung ist es wichtig, schwere und elastische Materialien schallbrückenfrei zu kombinieren. Auch in diesem Bereich weist Holz hervorragende Eigenschaften auf. Entsprechend abgestimmt mit anderen Materialien wird eine optimale Schalldämmung erzielt.

  • 5. Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Materialien

    Der Mensch gibt durch Atmen, Kochen, Waschen etc. eine erhebliche Menge Wasser in die Raumluft ab. Eine zu hohe relative Luftfeuchtigkeit verschlechtert das Raumklima und kann im Extremfall der Bausubstanz erheblich schaden. Viele natürliche Baustoffe und Materialien können hier regulativ einwirken. Besonders Holz besitzt eine hohe Sorptionsfähigkeit.

    Damit ist die Fähigkeit von Stoffen gemeint, Feuchtigkeit gut aufzunehmen und wieder gut abzugeben. Auch ein dampfdiffusionsoffener Wandaufbau und natürliche Materialien von Möbeln wirken unterstützend. Absolut zu vermeiden sind Anstriche der Wände mit Dispersions- oder Latexfarben. Sie machen die ausgleichende Fähigkeiten von zum Beispiel Holz oder Lehmputz zunichte.

    Doch mit feuchteausgleichenden Materialien allein ist es nicht getan. Für ein gesundes Raumklima ist es zwingend notwendig, in regelmässigen Abständen zu lüften. nur so kann ausreichend Feuchtigkeit aus der Raumluft nach aussen gelangen.

  • 6. Geringe und rasch abklingende Baufeuchte

    Gerade Neubauten enthalten in hohem Masse Baufeuchte durch das in den Baustoffen enthaltene Wasser. Wird ein Neubau nicht ausreichend getrocknet, besteht eine grosse Gefahr nachhaltiger Bauschäden. Diese Gefahr besteht bei den UNICATO-Häusern nicht. Zum einen haben Fertighäuser von Grund auf eine geringe Baufeuchte. Zum anderen reguliert der von UNICATO verwendete Baustoff Holz die Restbaufeuchte optimal.

  • 7. Ausgewogenes Mass von Wärmedämmung und Wärmespeicherung

    Für eine optimale thermische Behaglichkeit müssen die Raumtemperaturen möglichst gleichmässig und die Temperaturunterschiede zwischen Raumluft und Umschliessungsflächen möglichst gering bleiben. Um dies für jede Jahreszeit zu erreichen, bedarf es einer guten Abstimmung von Wärmedämmung und Wärmespeicherung.

    In der kalten Jahreszeit sorgt eine optimal eingestellte Heizung in Kombination mit einer guten Dämmung für ein gleichbleibendes Raumklima. Im Sommer hingegen bestehen starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Die Wärmespeicherung von Bauteilen ist die Eigenschaft, Wärmeenergie bei steigenden Temperaturen aufzunehmen und sie bei sinkenden Temperaturen wieder abzugeben.

    Wärmespeichernde Bauteile erhöhen die Behaglichkeit, indem sie eine zu hohe Wärmebelastung im Raum vermeiden. Allerdings muss die Wirkung durch guten Sonnenschutz und eine entsprechende Lüftung unterstützt werden.

  • 8. Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperaturen

    Den grössten Einfluss auf die thermische Behaglichkeit haben die Temperaturen von Wänden, Fenstern, Boden und Decken und der Raumluft. Von gesund¬heitlichem Vorteil für den Menschen ist es, wenn die Temperaturen dieser Oberflächen um rund zwei bis drei Grad Celsius höher ist als die Raumlufttemperatur. Allerdings sollten dabei die Oberflächentemperaturen einander angeglichen sein.

    Höhere Oberflächentemperaturen erlauben es, die Raumlufttemperatur zu senken, ohne dass es einen negativen Einfluss auf das Wärmeempfinden hat. Bedenkt man, dass eine Absenkung der Raumtemperatur von nur einem Grad Celsius eine Energieersparnis von etwa sechs Prozent bedeutet, ist diese Tatsache von hoher ökologischer Bedeutung.

  • 9. Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel

    Eine kontinuierliche Zufuhr sauerstoffreicher Luft ist für ein gesundes Raumklima unbedingt erforderlich. So wird der Kohlendioxidgehalt reduziert, die Luftfeuchtigkeit reguliert und der Staub in der Luft entsorgt. Für das Wohlbefinden sind das wesentliche Faktoren, andernfalls können gesundheitliche Problemen die Folge sein. Ein erhöhter Kohlendioxidgehalt fuhrt zu Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwäche. Eine hohe Luftfeuchtigkeit in warmen Räumen fördert das Wachstum von Schimmelpilzen. Und ein zu hoher Staubgehalt in der Luft kann Allergien verursachen und zu trockenen Schleimhäuten führen.

    Optimal ist laut Baubiologie eine Luftwechselrate von eins. Das bedeutet, dass pro Stunde die Raumluft einmal komplett erneuert werden sollte. Dies ist nur durch täglich mehrmaliges Querlüften oder durch eine Lüftungsanlage zu erreichen. Aus energetischen Gründen empfiehlt sich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

  • 10. Strahlungswärme zur Beiheizung

    Aus baubiologischer Sicht sollte das Heizsystem in Wohnräumen möglichst naturnah sein. Die natürlichste Wärme ist die Strahlungswärme der Erde. Daher sollte ein System gewählt werden, das mit geringer Oberflächentemperatur viel Strahlungswärme erzeugt. Als Beispiele seien hier die Wandheizung, Heizleistenheizung oder auch der gute alte Kachelofen genannt. Wichtig für Behaglichkeit ist der Austausch von Strahlungswärme mit der Umgebung. Dieser Wärmeaustausch hängt ausschliesslich von den Oberflächentemperaturen des eigenen Körpers, der inneren Wandflächen sowie der Gegenstände im Raum ab. Von Vorteil ist bei diesen Heizungen, dass sie keinen Staub aufwirbeln und somit das Raumklima verbessern. Reguläre Heizkörper strahlen keine Wärme ab, sondern erwärmen die Luft. Dadurch steigt sie auf (Konvektion) und reisst den Staub mit, was auf Dauer der Gesundheit erheblich schaden kann (Vgl. a. Regel 13).

  • 11. Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd

    Die ionisierende Wirkung kosmischer Strahlung auf höhere Luftschichten — die sogenannte Ionosphäre — und die Luftbewegungen in der Atmosphäre sorgen für ein elektrisches Gleichfeld an der Erdoberfläche. Gemeinsam mit dem natürlichen Magnetfeld und der kosmisch-terrestrischen Einstrahlung bildet es das natürliche Strahlungsumfeld, das bereits seit Menschengedenken besteht. Der menschliche Organismus hat sich darauf eingestellt und reagiert auf Veränderungen mit Stress.

  • 12. Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen

    Elektromagnetische Feldergibt es seit Jahrmillionen — allerdings aus natürlichen Quellen: In Form von Erdmagnetfeld, Elektrizität in der Luft, Radioaktivität, UV-Strahlen, Röntgen strahlen der Sonne und vielen anderen. Trotz häufig kleinster Intensitäten haben sie erheblichen Einfluss auf alle biologischen Abläufe. So wie technische Datenübertragung durch starke Frequenzen gestört werden kann, so können starke elektrische und elektromagnetische Felder auch beim Informationsfluss innerhalb des menschlichen Organismus „dazwischen funken“.

    Unsere hochtechnisierte Zeit bringt es mit sich, dass die Anzahl elektrischer Geräte und die Häufigkeit deren Nutzung rasant steigt. Dadurch werden die feinen natürlichen Felder von den stärkeren technischen Feldern zunehmend überlagert. Entscheidend für die Reduzierung des häuslichen Elektrosmogs ist die Qualität der Elektroinstallation. Durch die Erdung von Elektrogeräten und die Installation von Netzfreischaltern, die das Stromnetz bei Nichtgebrauch vollständig ausschalten, lassen sich die Felder drastisch reduzieren. Zusätzlich können die Kabel und Wände mittels entsprechender Isolierungen bzw. leitfähiger Anstriche und Folien nachträglich abgeschirmt werden.

  • 13. Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen

    Pilze und Bakterien gehören zum menschlichen Leben. Die meisten Mikroorganismen im Haus sind für den Menschen völlig bedenkenlos, solange sie in umwelttypischen Konzentrationen auftreten. Eine unzulängliche Bauweise, falsches Wohnverhalten, zu hohe Baufeuchte, zu dichte Wände und Fenster, mangelhafte Lüftung und zu hohe Luftfeuchtigkeit schaffen jedoch ideale Lebensbedingungen für diese Organismen. Bei den Allergenen sticht besonders die Hausstaubmilbe hervor.

    Ebenso wie Schimmelpilze tummelt sie sich zuhauf im Hausstaub. Auslöser für allergische Symptome wie Asthma oder Ekzeme ist in der Regel nicht die Milbe selbst, sondern der Milbenkot.

  • 14. Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung regenerativer Energiequellen

    Der Energieverbrauch von Haushalten ist enorm. Dank moderner umweltfreundlicher Techniken bestehen aber riesige Einsparpotenziale.

    Der nachhaltige Nutzen für die Umwelt ist bei Ausschöpfung regenerativer Energiequellen nicht hoch genug; einzuordnen. Angesichts des Klimawandels dürfte jedem klar sein, dass dies im wahrsten Sinne eine Frage von Leben und Tod ist.

    Bei der Hausplanung gibt es viele Möglichkeiten, die spätere Energieversorgung ökologisch sinnvoll zu gestalten. Mit Solaranlagen oder Wärmepumpen stehen Techniken zur Verfügung, die uns nahezu kostenlose Energie liefern.

    Moderne Brennwerttechniken reduzieren den Verbrauch von fossilen Brennstoffen auf ein Minimum. Und mit einer vernünftigen Dämmung ist für eine optimale Wärmenutzunggesorgt.

  • 15. Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fördernd

    Die Verwendung; von Baumaterialien aus der Region bietet verschiedene Vorteile. Aus ökologischer Sicht sind besonders die kurzen Transportwege ein Argument.

    Die aufgewendete Energie für den Transport und die damit einhergehende C02-Emission schaden der Umwelt. Holz aus der Region hat auch bautechnische Vorteile: Es unterliegt keiner klimatischen Veränderung, und bezüglich der bauphysikalischen Eigenschaften können Planer und Handwerker auf eine reichhaltige Erfahrung zurückgreifen.

    Darüber hinaus ist bei der Gewinnung und Nutzung regionaler natürlicher Ressourcen überwiegend gewährleistet, dass nur verarbeitet wird, was in ausreichendem Masse zur Verfugungsteht.

  • 16. Zu keinen Umweltproblemen führend

    Die Baubiologie beurteilt die Risiken beim Bauen und Wohnen nach dem Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM). Dabei werden die physikalischen, biologischen und chemischen Risikofaktoren ganzheitlich betrachtet und im Rahmen des Machbaren ein möglichst unbelastetes und naturnahes Lebensumfeld geschaffen. Angestrebt wird eine Reduzierung sämtlicher Risikofaktoren.

    Das umfasst folgende Bereiche:

    • alle Formen von Feldern, Wellen, Strahlungen und geologischen Störungen
    • alle Faktoren rund um Raumklima, Wohngifte und Schadstoffe
    • Auswirkungen und Ursachen von Pilzen, Bakterien und Allergenen
  • 17. Bestmögliche Trinkwasserqualität

    Leitungswasser ist eines der am strengsten kontrollierte Lebensmittel in der Schweiz. Die festgeschriebene Wasserqualität wird aber nur bis zum Haus an schluss gewährleistet. In schwach durchströmten Leitungen können gefährliche Baktenenkulturen entstehen, zum Beispiel Legionellen, die Lungenentzündungen verursachen.

    Zudem sind veraltete Wasserleitungen häufig Ursache für Spuren von Rost, Schwermetalle und Schadstoffen. Diese Störfaktoren für eine hohe Trinkwasserqualität gilt es herauszufinden und zu beheben. In gewissen Fällen empfiehlt sich der Einsatz von Trinkwasserfiltern. Doch muss dabei genau auf die hygienischen Nutzungsanweisungen der Hersteller geachtet werden. Andernfalls läuft man Gefahr, mit den Filtern genau das Gegenteil des gewünschten Effekts zu erreichen.

  • 18. Berücksichtigung harmonikaler Masse, Proportionen und Formen

    Harmonikales Bauen befasst sich mit harmonikalen Strukturen, die sich überall in der Natur finden — in Pflanzen, Kristallen oder Molekülen.

    Es schafft Harmonie, indem es Gebäudeteile und Einrichtungsgegenstände in aus der Natur abgeleiteten Proportionen zueinander und zur Umgebung fügt. Mit diesen Harmonien haben sich Kulturen seit Menschengedenken beschäftigt.

    Am geläufigsten ist die sogenannte Fibonacci-Reihe, die auch dem „Goldenen Schnitt“ zugrunde liegt.

    Letzterer gibt an, in welchem Verhältnis Strecken geteilt werden sollen, um als harmonisch und somit als schön empfunden zu werden.

    Die als harmonisch geltenden Streckenteilungsverhältnisse entsprechen der Klangqualität eines Intervalls oder eines Tones in der Musik. So wie harmonische musikalische Klänge nachweislich auf das Wohlbefinden des Menschen wirken, so gilt dies auch für im visuellen Bereich für harmonische Proportionen.

  • 19. Naturgemässe Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse

    Licht-, Beleuchtungs- sowie Farb-verhältnisse. Natürliche Lichtverhältnisse lassen sich am besten durch eine transparente Bauweise realisieren. Der Mensch hat sich in seiner Entwicklung an das natürliche Lichtspektrum der Sonne angepasst. Es hat entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen.

    Kein Kunstlicht ist in der Lage, das Tageslicht zu ersetzen — auch wenn das Licht von Glüh- und Halogenlampen noch relativ gut abschneidet. Aus baubiologischer Sicht nicht zu empfehlen sind Energiesparlampen und alle Formen von Leuchtstoffröhren. Abgesehen von den enthaltenen chemischen Komponenten, dem zweifelhaften Energie sparpotenzial und der elektromagnetischen Strahlung ist ihr Lichtspektrum nicht naturnah. Auch Farben beeinflussen die Stimmung des Menschen — Farbe ist ja nichts anderes als Licht in spezifischen Wellenlängen. Das baubiologische Ziel ist es, jene Wellenlängen im Haus zu erzeugen, die sich wohltuend auf die Bewohner auswirken.

    Wir von UNICATO richten jedes Haus nach der Sonne aus. Morgens mit der Sonne aufstehen und abends die letzten Sonnenstrahlen geniessen — ohne aufwändige Technik, durch eine gründliche Planung, im Einklang mit der Natur.

  • 20. Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung

    Ergonomie ist die Wissenschaft von funktionalen Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner technischen Umwelt. Diese beschreibt alle vom Menschen hergestellten Gegenstände und Umweltbedingungen, die er künstlich geschaffenen hat oder schaffen will.

    Die Baubiologie achtet bei der Raumgestaltung und Einrichtung; darauf, dass der Zweck für die Nutzung der jeweiligen Räume optimal erfüllt wird. Anders ausgedrückt: Es wird darauf geachtet, dass jeder Raum durch seine Gestaltung den Menschen bei seinen Tätigkeiten unterstützt. Dabei gilt es besonders die physiologischen Aspekte zu berücksichtigen, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. So sollte ein Raum für alte Menschen anders gestaltet sein als zum Beispiel ein Kinderzimmer.

  • 21. Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen

    Künstliche oder natürliche geologische Störungen führen zu Anomalien des Erdmagnetfeldes, die direkten Einfluss auf die Gesundheit des Menschen haben können. Speziell an Schlafplätzen besteht ein erhöhtes Risiko, da der Mensch dort knapp ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt.

    Geologische Störungen wie Wasseradern oder Verwerfungen können zu einer Erhöhung der Erdstrahlung; — zumeist in Form von Gammastrahlung — von bis zu 60 Prozent fuhren. Als Folge davon wurden bei Betroffenen ein geschwächtes Immunsystem, Schlafstörungen und Wetterfühligkeit beobachtet.

  • 22. Wohnhäuser abseits von Emission und Lärmquellen

    Schadstoffemissionen und ein dauerhafter Lärmpegel sind Gift für die Gesundheit. Keine Bauweise oder Technik kann eine nachhaltige Störung des Wohlbefindens verhindern, wenn der Bauplatz zu nah an Schadstoff- oder Lärmquellen liegt. Darum sollten Sie Ihren Bauplatz sorgfältig auswählen. Prüfen Sie das Grundstück zu verschiedenen Tageszeiten, um mögliche wiederkehrende Störungen zu ermitteln, die Ihnen später das Leben erschweren. Vollständig zu meiden sind Bauplätze in der unmittelbaren Nähe von Kraftwerken, Autobahnen, Eisenbahntrassen oder Flughäfen.

  • 23. Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen

    Die Wohnqualität definiert sich auch über das Umfeld. Förderlich für die Gesundheit ist eine Bauweise, die mit der Landschaft verzahnt ist. Viele Grünflächen neutralisieren die Luftschadstoffe und fördern so die umgebende Luftqualität.

  • 24. Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht

    Individuell verschiedene Haus- und Wohnungstypen fördern die soziale Mischung der Siedlungsbewohner. So können sich Alte und Junge, Singles Familien mit Kindern in Ihrer Lebensweise gegenseitig ergänzen.

  • 25. Keine sozialen Folgelasten verursachend

    Bei der Planung des Hauses und der Einrichtung sollte auch stets beachtet werden, in welcher Situation sich die Bewohner befinden können. Um keine sozialen Folgelasten zu verursachen, empfiehlt sich eine Bauweise, die weitgehend barrierefrei gestaltet ist. Darüber hinaus sollte eine möglichst weitgehende Integration von alten, kranken und behinderten Bewohnern möglich sein. Gemeinschaftsanlagen wie Spielplätze, Kindergärten, Cafes und Gemeinschaftshäuser ermöglichen ein verbessertes soziales Umfeld und einen engeren Austausch untereinander.

Die 25 Grundregeln der Baubiologie wurden 1976 von Prof. Dr. Anton Schneider entwickelt. Mehr über seine Arbeit und die baubiologische Bewegung erfahren Sie unter: www.Baubiologie.de